Durchsuchung wegen Bestechung von Professoren
Die Staatsanwaltschaft Köln hat letzten Dienstag wegen Verdacht des Verkaufs von Doktortiteln ein «Institut für Wissenschaftsberatung» durchsuchen lassen. Angeblich, sollen Doktoranden zur Promotion zugelassen worden sein, die nicht die erforderlichen Examensnoten vorweisen konnten.

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|  Die Staatsanwaltschaft Köln ermittelt, wegen Verdacht auf den Verkauf von Doktortiteln. (Foto:Institut für Wissenschaftsberatung)
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Die Kölner Staatsanwaltschaft hat am Dienstag ein «Institut für Wissenschaftsberatung» in Bergisch Gladbach durchsuchen lassen. Nach Angaben eines Justizsprechers bestehe der Verdacht, dass über dieses Institut Bestechungsgelder für die Vermittlung von Doktortiteln an Professoren gezahlt wurden. Auf diese Weise sollten auch Doktoranden zur Promotion zugelassen worden sein, die eigentlich nicht die erforderlichen guten Examensnoten vorweisen konnten. Bereits vor drei Jahren waren die Geschäftsräume auf Betreiben der Staatsanwaltschaft Hannover erstmals durchsucht worden. Seit Februar steht ein Professor vor dem Landgericht im niedersächsischen Hildesheim, weil er gegen Geld Doktorarbeiten angenommen haben soll. Im Zuge dieses Verfahrens war auch die Kölner Justizbehörde in die Ermittlungen eingeschaltet worden. Die Staatsanwaltschaft rechnet damit, dass sich die Recherchen auf das ganze Bundesgebiet erstrecken werden. Angaben zur Zahl der Fälle vermochte der Sprecher zunächst nicht zu machen. Akademiker, die auf diese Weise ihren Doktortitel erlangt haben, droht nun ein Strafverfahren wegen Beihilfe zur Bestechung. Auch müssen sie mit der Aberkennung ihres Titels rechnen. (13.03.08, ddp/map/muc) |
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